Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, nach mehrmonatiger Verzögerung hat die Bundesregierung das Aktionsprogramm zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie verabschiedet. Aus Sicht des Deutschen Abbruchverbandes ist das ein wichtiger Schritt: Der selektive Rückbau wird als zentrale Voraussetzung für zirkuläres Bauen anerkannt, und auch die öffentliche Beschaffung, die Digitalisierung von Stoffströmen sowie Investitionen in zirkuläre Märkte werden aufgegriffen. Damit ist ein Anfang gemacht. Entscheidend wird nun sein, was daraus in der Praxis entsteht. Denn Kreislaufwirtschaft beginnt nicht erst beim Recycling, sondern bereits beim Rückbau. Hier entscheidet sich, ob Bauteile und Baustoffe identifiziert, schadstofffrei ausgebaut, sauber getrennt und hochwertig wiederverwendet oder recycelt werden können. Dass die Rückbaufähigkeit von Bauwerken künftig stärker in der öffentlichen Beschaffung berücksichtigt werden soll, begrüßen wir daher ausdrücklich. Gleichzeitig müssen aus den angekündigten Maßnahmen nun konkrete Marktimpulse werden. Für unsere Branche kommt es darauf an, dass Sekundärrohstoffe tatsächlich verlässlich nachgefragt werden, Wiederverwendung wirtschaftlich möglich wird und die Rahmenbedingungen für die Unternehmen praxistauglich bleiben. Auch digitale Materialinformationen entfalten ihren Wert nur dann, wenn sie im Baustellenalltag nutzbar sind und zu besseren Kreisläufen führen. Der DA wird die Umsetzung des Aktionsprogramms deshalb konstruktiv und aufmerksam begleiten. Unsere vollständige Position und die Frage, warum Rückbau der Ausgangspunkt jeder funktionierenden Kreislaufwirtschaft sein muss, finden Sie in der verlinkten Pressemitteilung. Wir wünschen eine aufschlussreiche Lektüre. Ihr Team vom DA |
Kreislaufwirtschaft beginnt nicht beim Recycling, sondern beim RückbauDieses Jahr feiern wir:
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