Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, Nordrhein-Westfalen hat das Potenzial, zur Drehscheibe der Kreislaufwirtschaft in Europa zu werden – gerade im Bau- und Infrastrukturbereich. Damit aus Anspruch aber Realität wird, braucht es mehr als Leitbilder: Es braucht Rahmenbedingungen, die auf Baustellen funktionieren. Genau dazu hat der Deutsche Abbruchverband im Rahmen der Online-Konsultation des Wirtschafts- und Umweltministeriums Stellung bezogen. Unser Punkt ist klar: Ohne Rückbau keine Circular Economy. Tragfähige Kreisläufe entstehen nur, wenn selektiver Rückbau, Schadstoffsanierung, Wiederverwendung und Recycling von Anfang an mitgedacht werden – und wenn Unternehmen in Technik, Personal, Anlagen und Logistik investieren können, ohne jedes Jahr neue Anforderungen und Nachweispflichten fürchten zu müssen. Sekundärrohstoffe und Second-Life-Produkte dürfen nicht länger durch heterogene Vorgaben oder überbordende Dokumentation benachteiligt werden. Gleichzeitig braucht es einen echten Markthebel: die öffentliche Hand. Öffentliche Ausschreibungen sollten Recyclingbaustoffe systematisch bevorzugen, wo sie technisch geeignet und regional verfügbar sind – und Lebenszyklus- und CO₂-Aspekte endlich sichtbar machen. Dazu kommt: Kreislauffähigkeit entscheidet sich schon in der Planung. „Design for Deconstruction“ muss zum Standard werden, damit Materialien später überhaupt trennbar und wieder nutzbar sind. Unsere ausführliche Position, die konkreten Forderungen und warum das Thema Fachkräfte dabei eine Schlüsselrolle spielt, finden Sie im verlinkten Beitrag. Wir wünschen eine gute Lektüre. Ihr Team vom DA |
NRW auf dem Weg zur Circular Economy
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