Kraftwerks-Rückbau mit dem neuen Epiroc HB 5800 Hydraulikhammer

Hohe Schlagkraft ermöglicht den effizienten Abbruch massiver Betonstrukturen

Im Rahmen der Energiewende geht ein bedeutendes Rückbauprojekt im Ruhrgebiet in die nächste Runde: Der Block F des Steinkohlekraftwerks Scholven wird bis 2026 vollständig zurückgebaut. Die Regrata Abbruch und Recycling GmbH & Co. KG, ein Unternehmen der Matthäi-Gruppe, übernimmt im Auftrag der Uniper Kraftwerke GmbH die Projektleitung.

Mit dem Rückbau des Blocks F wird ein weiterer Schritt zur Transformation des Areals vollzogen. Ziel ist die Errichtung einer neuen Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD), die perspektivisch auch mit Wasserstoff betrieben werden kann. Für den Rückbau setzt Regrata auf eine Vielzahl spezialisierter Großgeräte. Besonders hervorzuheben ist der neue Epiroc HB 5800 Hydraulikhammer. Mit einem Einsatzgewicht von 5.800 kg eignet sich das Anbaugerät für Trägergerät

e zwischen 58 und 100 Tonnen. Seine hohe Schlagkraft ermöglicht den effizienten Abbruch massiver Betonstrukturen – ein entscheidender Vorteil bei der Demontage komplexer Kraftwerksanlagen.

„Der Einsatz des Epiroc HB 5800 unterstützt Regrata bei der technischen Umsetzung dieses anspruchsvollen Projekts. Er vereint Leistung und Zuverlässigkeit – die Grundvoraussetzungen zur Erledigung solcher komplexen Aufgaben. Aus diesem Grund setzt Regrata seit Jahren auf Hydraulikhämmer von Epiroc“, erklärt Björn Bassen, Prokurist und Oberbauleiter von Regrata.

Der Rückbau umfasst sämtliche Kraftwerks- und Nebenanlagen des Blocks F. Neben dem Epiroc Hydraulikhammer kommen Longfrontbagger mit bis zu 175 Tonnen Einsatzgewicht, Raupengittermastkräne sowie leistungsstarke Brech- und Pressanlagen zum Einsatz.

Die Thüringer Sprenggesellschaft, ebenfalls Teil der Matthäi-Gruppe, ist für den sprengtechnischen Rückbau einiger Gebäude von Block F eingebunden. Trotz der hohen technischen und logistischen Anforderungen verläuft das Projekt planmäßig. Die Bauzeit ist von April 2024 bis September 2026 angesetzt.

Mit dem Rückbau von Block F endet ein Kapitel industrieller Geschichte – und gleichzeitig beginnt ein neues. Die geplante GuD-Anlage markiert den Übergang von fossiler zu klimafreundlicher Energieerzeugung.