
Ein Tag im Leben von…

… einer Allrounderin
Während es in großen Abbruchunternehmen oft dezidierte Spezialisten für einzelne Disziplinen oder Baugeräte gibt, sind kleinere Firmen oft auf echte Allrounder angewiesen. Eines dieser Multitalente ist Katja Hoffmann von der Hoffmann-Abbruch-Tiefbau GmbH. Denn als Geschäftsführerin lenkt sie nicht nur die Geschicke des Unternehmens, sondern auch die Maschinen auf der Baustelle.
Frau Hoffmann, zunächst einmal zu Ihnen selbst: Wie sind Sie eigentlich in die Abbruchbranche gekommen?
Mein Mann und ich haben die Firma im Januar 1999 gegründet, damals noch als Einzelunternehmen. Nach einem schweren Schicksalsschlag vor fünf Jahren und auf den Wunsch meines Mannes, sein Lebenswerk weiterzuführen, habe ich für mich und natürlich auch für unsere langjährigen Mitarbeiter, diese Entscheidung getroffen.
Ihr Arbeitsalltag vereint ja mehrere Rollen: vom Baggerfahren bis hin zu Büroarbeit. Wie hat sich dieser vielseitige Aufgabenbereich bei Ihnen entwickelt?
Ich bin ins „kalte Wasser“ geschmissen worden, habe mich der Herausforderung gestellt
und mir sehr viel Wissen angeeignet. Die Leidenschaft für Baumaschinen war schon immer ein Bestandteil in meinem Leben. Wenn ich es tagsüber nicht schaffe, ins Büro zu gehen, dann mache ich dies abends oder am Wochenende. Einen großen Teil nimmt mir meine Sekretärin ab.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus, wenn man bei Ihnen überhaupt davon sprechen kann?
Bei uns gibt es keinen typischen Arbeitsalltag. Mein Arbeitstag beginnt um 5.00 Uhr, dann geht es in die Firma. Dort werden die Autos mit Arbeitsmaterial bestückt und es gibt eine kurze Einteilung für alle Baustellen; welche Teams, wo arbeiten müssen. Es ist kein Tag wie der andere. Fast jeden Tag tauchen Probleme auf, auf die man auch sofort reagieren muss, wie z.B. Maschinen fallen aus oder Container können nicht rechtzeitig geliefert werden, etc. Dazu müssen schnellstmöglich Lösungen gefunden werden, damit es weiterläuft.
Was macht Ihnen persönlich mehr Spaß: die Arbeit draußen auf der Baustelle oder die Aufgaben im Büro?
Ganz klar, die Arbeiten auf der Baustelle. Ich bin viel mit im Einsatz und unterstütze die Jungs, wo ich kann. Dann wechsle ich mit dem LKW die Container, mache die Baggerarbeiten, liefere Baumaschinen an oder bin auch aktiv beim Handabbruch mit dem Stemmhammer dabei.
Bei so vielen unterschiedlichen Aufgaben: Wie behalten Sie den Überblick und setzen Prioritäten?
Das ist eine gute Frage (lacht).
Ohne meinen Terminkalender und eine gute Organisation geht gar nichts. Höchste Priorität haben für mich meine Mitarbeiter – und die Firma natürlich.
Wo liegen die größten Herausforderungen, wenn man „alles ein bisschen“ – oder eben sehr viel – machen muss?
Den Überblick zu behalten! Alles ein bisschen funktioniert nicht. Ich gebe in allem, was ich tue, 100%. Natürlich ist das nicht immer zu realisieren, aber ich gebe jeden Tag mein Bestes. Man wächst mit seinen Aufgaben!
Informationen
Hoffmann-Abbruch-Tiefbau GmbH
Hüttenweg 2g
08064 Zwickau OT Cainsdorf
Tel. 0375 6068748
info@hoffmann-abbruch.de
www.hoffmann-abbruch.de



